Übergewicht

Unter Übergewicht leiden viele Menschen in unseren hochentwickelten Industrieländern, obwohl die Mode uns doch eigentlich Schlanksein verordnet. Trotzdem ist Übergewicht schon so etwas wie eine Volkskrankheit - stellt sich nur die Frage, ob man bei Übergewicht im eigentlichen Sinn von Krankheit sprechen kann und sollte. 

Wann spricht man von Übergewicht 

Der Definition zufolge liegt dann Übergewicht vor, wenn das normale Gewicht um mehr als zehn Prozent überschritten wird. Dabei müssen natürlich verschiedene Faktoren wie Alter, Geschlecht und Körperbau berücksichtigt werden. 

Heute ist man wieder etwas kulanter geworden, was das Gewicht anbelangt - und auch die Wissenschaftlicher sind sich darüber einig, daß zwei oder drei Pfund zuviel nicht unbedingt gesundheitsschädlich sind, wenn keine weiteren Risikofaktoren vorliegen. Wenn wir hier von Übergewicht reden, so meinen wir also nicht alle die, die keine Twiggy-Figur haben, sondern die echte Fettleibigkeit. 

Und hier beginnt das echte Problem. Denn nun ist Übergewicht nicht mehr nur eine Frage der Optik und der modischen Trends - jetzt geht es um Ihre Gesundheit. 

Übergewicht  Wenn Pfunde krank machen 

Wer mehr als zehn Prozent seines Normalgewichts an Übergewicht auf die Wage bringt, lebt gefährlich. Denn es ist schon lange bekannt, daß Übergewicht an der Entstehung der verschiedensten Erkrankungen maßgeblich mitbeteiligt ist. 

Einleuchtend ist, daß das Gewicht die Knochen, insbesondere die Gelenke stark belastet und diese sich aufgrund dieser Überlastung schneller abnutzen und Beschwerden entstehen. Doch nicht nur das Stützsystem unserers Körpers leidet unter den Pfunden. Auch das Herz-Kreislauf-System wird weitaus stärker beansprucht, was an der großen Zahl der Patienten deutlich wird, die sowohl Übergewicht als auch einen erhöhten Blutdruck haben. Außerdem leiden Übergewichtige zum Beispiel häufiger als Normalgewichtige unter Herzkrankheiten, insbesondere haben Sie ein erhöhtes Herzinfarktrisiko. Daß sich Übergewicht auch negativ auf die Gefäße auswirkt, zeigt sich sehr deutlich am Beispiel der Krampfadern, die dann gehäuft und meist auch stärker auftreten. Außerdem sollte nicht unerwähnt bleiben, daß der sogenannte Altersdiabetes bevorzugt bei Menschen auftritt, die zuviel auf die Wage bringen. 

Hält man sich all die gesundheitlichen Risiken - und hier sind nur einige wenige genannt - vor Augen, die mit Übergewicht einhergehen, so ist eine Gewichtsreduktion eine der besten Gesundheitsvorsorgen überhaupt. Dies bedeutet nun nicht, daß sie sich schlank und rank hungern müssen - und auch das vielzitierte Idealgewicht muß nicht unbedingt erreicht werden. Unter gesundheitlichen Aspekten ist das Normalgewicht ausreichend. Als Faustregel kann man das wie folgt berechnen: 

Körpergröße in cm minus 100 = Normalgewicht 

Vorsicht mit Wunderdiäten 

Bleibt aber immer noch die Frage, wie man dieses Gewicht am besten erreicht. Gewarnt werden muß vor allen Wunderdiäten, die Ihnen ernorme Gewichtsabnahmen in kürzester Zeit versprechen. Einige dieser Diäten sind unwirksam, aber wenigstens nicht schädlich. Einige jedoch gefährden Ihre Gesundheit ernsthaft.  

  • Die beste und gesündeste Diät ist eine bewußte, ausgewogene Ernährung, die viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte enthält. Wenn Sie dabei noch darauf achten, daß Sie täglich nicht mehr als 1000 bis 1500 Kalorien zu sich nehmen, so werden sie zwar nicht innerhalb einer Woche ihr Wunschgewicht erreicht, aber langfristig kommen Sie ans Ziel - und Sie haben gelernt, das Richtige zu essen. Und nur das gewährleistet, daß sie nach Beendigung Ihrer Diät nicht ganz schnell in ihre alten Eßgewohnheiten zurückfallen und so den Erfolg ihrer ganzen Diät zunichte machen. 

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